CUERBIS DELICTI GRANDIOS! Halloween

Kürbisse sind auch nur Menschen

CUERBIS DELICTI ist ein Fotografie-Projekt rund Kürbisse und ihr geheimes Eigenleben. CUERBIS DELICTI ist vegan. Halloweenkult, Kommerzlust und Party-Trash hinter uns gelassen, können Kürbisse Sinnvermittler, Anstifter und Erzähler sein, ob sie es wollen oder nicht. Bilder sagen mehr aus, als man sieht, denn das Gesehene ist nur das Ergebnis der Komposition. Wir laden Sie ein, durch unsere Galerien zu stöbern:

Dritter Streich

Filmklassikern aller Genres – mit Kürbissen als Hauptdarsteller. Außerdem schreiben Kürbisse Geschichte: von der Evolution bis in die Zukunft. […]

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Zweiter Streich

Anatomie, Vampire, Kannibalismus und Retroklassiker – Kürbisse des Alltags. Außerdem knallharte Gangster-Action mit Kürbissen. […]

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Das ist CUERBIS DELICTI

Jeder kennt sie, die Kürbislaterne – traditionell leuchtet das kräftige Orange vor allem Ende Oktober zur Halloween-Zeit in Vorgärten, an Wegen und in zahlreichen Fenstern. Verspielt-kindlich oder schaurig-schön geschnitzte Gesichter hauchen den Kürbissen vor allem nachts ein wenig Leben ein, wenn Kerzenflammen sie von innen erleuchten.

Doch was wäre, wenn diese orangefarbenen Kerlchen tatsächlich ein Eigenleben hätten und sich beispielsweise nachts heimlich an Mülltonnen zu schaffen machen? Was wäre, wenn sie ein richtiges Leben führten?

Diese Frage brachte alles ins Rollen – und so schufen wir mit CUERBIS DELICTI ein Fotografie-Projekt, das Momentaufnahmen des alltäglichen Kürbislebens festhält.

Wie es begann

Im Oktober 2012 war es das erste Mal soweit: Mitten in der Kürbissaison wurde dem Hofladen von nebenan ein Besuch abgestattet. Vollbepackt mit Kürbissen und Ideen startete das erste CUERBIS-DELICTI-Fotoshooting.

Schon während des Fotografierens und der vorbereitenden Arbeiten wurde uns klar, dass das keine einmalige Sache sein würde, sondern ein langfristiges, jährliches Projekt.

Was es bedeutet

Der Name dieses Projekts leitet sich von dem oft genutzten corpus delicti ab, das ursprünglich so viel wie »Körper des Verbrechens« oder »Tatwaffe« bedeutet, jedoch umgangssprachlich einen Aufhänger beschreibt – also etwas, das immer wieder im Mittelpunkt steht. Der »Kürbis des Verbrechens« ist das zentrale Element von CUERBIS DELICTI.

Wer dahinter steckt

CUERBIS DELICTI ist ein Gemeinschaftsprojekt von Jan Weinmann und Andreas Hertlein. Beide teilen ihre große Leidenschaft am Fotografieren und inszenieren ihre Objekte gerne mit einem Augenzwinkern.

Außerhalb der Kürbiswelt arbeitet Jan Weinmann als Produktdesigner und Andreas Hertlein – neben seiner Haupttätigkeit im sozialen Bereich – als Fotokünstler. Auch aus dem beruflichen Alltag ziehen sie ihre Inspirationen für weitere Themenschwerpunkte zukünftiger CUERBIS-DELICTI-Fotoshootings. 

Hätten Sie’s gewusst?

Der Kürbis

Der Kürbis (lat. Cucurbitaceae) wurde bereits 8000 bis 10000 v. Chr. angebaut. Ursprünglich wurden nur die nahrhaften Samen genutzt, während alle Wildformen bitter schmeckende Früchte besitzen. Erst durch die Auslese nichtbitterer Formen wurde auch die Nutzung als Gemüse möglich.

Halloween

Der Ausdruck »Halloween« kommt von All Hallows’ Eve und benennt verschiedene Bräuche am Abend und in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem in Irland verbreitet, wurde aber von Auswanderern in den USA gepflegt und ausgeweitet. Seit den 90er Jahren wird Halloween auch in Europa gefeiert.

Die nach der Geschichte von Jack O’ Lantern (dt. Jack mit der Laterne) in Rüben geschnitzten Laternen wurden in den USA zu Kürbislaternen, da Kürbisse dort in größeren Mengen verfügbar waren und sich sich wesentlich einfacher und fantasievoller schnitzen lassen.

Und so erinnert noch heute jede Kürbislaterne an den wahrscheinlich immer noch rastlos umher wandernen Jack mit seiner Laterne, der den Teufel erfolgreich ausgetrickst hat, auch wenn er dafür einen hohen Preis zahlte.

Die Geschichte von Jack O’ Lantern

Vor langer Zeit lebte in Irland ein Hufschmied. Er hieß Jack, war ein schlimmer Trunkenbold und hatte im Leben so manche Betrügerei begangen. Wie jeden Abend saß Jack auch am Abend des 31. Oktober an der Theke der Gastwirtschaft und trank viel zu viel, als plötzlich der Teufel neben ihm stand, um ihn zu holen. Jack war wie versteinert vor Schreck – als ihm auf einmal die rettende Idee kam: Er ließ sich einen letzten Drink vom Teufel spendieren. Der hatte nichts dagegen, stellte aber fest, dass er keine Münze zur Hand hatte. So verwandelte er sich kurzerhand selbst in eine. Jack reagierte schnell und stopfte das Geldstück in seine Geldbörse, in der sich auch ein kleines silbernes Kreuz befand – das hielt den Teufel gefangen. Er ließ den Teufel erst frei, nachdem dieser versprochen hatte, Jack zehn Jahre lang in Ruhe zu lassen.

Nach diesen zehn Jahren, wieder am Abend des 31. Oktober, erschien der Teufel erneut, um Jack zu holen. Abermals musste Jack sich etwas einfallen lassen und bat den Teufel schließlich, ihm einen letzten Apfel von einem nahen Baum zu pflücken. Nun gut, der Teufel kletterte auf den Baum und Jack ritzte blitzschnell ein Kreuz in die Rinde des Stammes. Der Teufel saß auf dem Baum gefangen. Und Jack war hartnäckig: Der Teufel musste ihm versprechen, Jacks Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe zu lassen.

Die Jahre vergingen, Jack wurde ein alter Mann und als er starb, bat er im Himmel um Einlass. Da er in seinem Leben nicht gerade ein guter Mensch gewesen war, wurde er abgewiesen. Er wanderte zum Teufel, aber auch der wollte seine Seele nicht, denn er hatte vor Jahren sein Ehrenwort gegeben. Der Jammer war groß – wo sollte Jack nur hin? Der Weg durch die ewige Dunkelheit war finster, einsam und eiseskalt. Der Teufel hatte nun doch ein wenig Mitleid und schenkte Jack eine glühende Kohle, die niemals erlosch. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte. Seit dieser Zeit wandert der unglückselige Jack O’ Lantern – symbolisch für alle ruhelosen Seelen – mit seiner Rübenlaterne durch die Finsternis.