Neue Ökoreform – Abfalltrennung auf dem Lokus

– ist das bald unser Alltag?

Weniger Steuern, mehr Eigeninitiative – die Ökoreform hinterlässt nicht nur ihre steuerlichen Spuren in Deutschland. Um einer ‚Übersättigung‘ entgegenzuwirken, werden in Zukunft vor allem Großverbraucher, wie Firmen und öffentliche Einrichtungen, mit Auflagen versehen, die nicht nur per Steuern und anderen Abgaben in den Umgang mit der Natur eingreifen. Geplant sind gesetzliche Direktiven, deren Einhaltung die jeweilige Verwaltung anzuweisen und zu überwachen hat. Zu diesen Anweisungen zählen zum Beispiel der Einsatz von so banalen Dingen wie die Verwendung von Butterbrotdosen statt Frischhaltefolie, aber auch die Wiederverwertung von Toilettenpapier. Man erhofft sich dadurch, die Menschen direkter an umweltfreundliches Verhalten heran zu führen, ohne vielen generell finanziell Gebeutelten nocht mehr Steuergelder abzuverlangen.

Bald Alltag auf deutschen WCs?
Bald Alltag auf deutschen WCs?

 

Abfalltrennung auf dem Abort

Zusammen mit dem ohnehin sehr umweltverbundenen Zentrum für anspruchslose Wissenschaft (ZAW) erprobt die Bundesregierung vorerst in den Redaktionsbüros benachbarten Firmen die sortenreine Trennung verschiedener Ausscheidungen und die Wiederverwendung von Toilettenpapier.
Das folgende Rundschreiben sorgte zu Beginn in vielen kleineren Unternehmen für Empörung, zumal Urin und Kot anfangs in einem Behälter gesammelt und anschließend in einer zentralen Sammelstelle mühsam von Hand getrennt werden mussten. Mittlerweile, seit für Urinale und WC-Schüsseln getrennte Abwasserleitungen gelegt wurden, wird dieses konsequente und wirkungsvolle Gesetz weitestgehend begrüßt. Viele Mitarbeiter können sich die Ausdehnung dieser Gesetze auf den privaten, heimischen Bereich durchaus vorstellen.

 

Bald Alltag auf deutschen WCs?

Die Verpflichtung, Toilettenpapier für die Reinigung zu sammeln, wird zur Selbstverständlichkeit. Den anfänglichen Problemen der nachlassenden Reißfestigkeit bei mehrmals gereinigtem Toilettenpapier wird in Zukunft wohl durch eine Faserverstärkung entgegen gewirkt. Da auch hier auf eine Umweltverträglichkeit geachtet werden muss, werden in den nächsten Wochen verschiedene Papiersorten mit Sisal- oder Kokosfasern in verschiedene Betrieben und Behörden erprobt.

Bequem im Sitzen zu erreichen: Sammel-Pinwand für benutztes Klopapier
Bequem im Sitzen zu erreichen: Sammel-Pinwand für benutztes Klopapier

Sollte sich dieser Pilotversuch als machbar erweisen, dann stehen in den nächsten Jahren größere Umstellungen an – sowohl in größeren Einrichtungen, als auch in Privathaushalten. Im Zuge des immer schnelleren technischen Fortschritts werden viele Vorschriften zudem weitaus bequemer umzusetzen sein.

Idee & Text des Rundschreibens: Jürgen Menzel